14.06.2020 10:30 |

Nach Vorwürfen

Paracelsusbad will bei Badeordnung nachbessern

Beim Millionen-Projekt Paracelsusbad schaut die politische Konkurrenz ganz genau hin und die Betreiber geraten zwischen die Fronten. Dieses Mal ging es um Diskriminierungs-Vorwürfe. 

„Wir wollten in keinster Weise irgendjemanden diskriminieren“, beteuert der frühere Betriebsleiter und nunmehrige Berater des Paracelsusbads, Gerhard Smöch. „Es ist leider wirklich nicht gut formuliert.“

Er reagiert damit auf die Vorwürfe, die Zutrittsbeschränkungen der Badeordnung würden Menschen mit Behinderung diskriminieren. Eine offizielle Rüge kam dazu vom Salzburger Monitoring-Ausschuss. Der ressortverantwortliche Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) leitete den Bericht an die zuständige Tourismus Salzburg GmbH (TSG) weiter. Er hätte die Sache gerne rasch vom Tisch und von Juristen erledigt gehabt. Da fuhr ihm Gemeinderat Lukas Rößlhuber (Neos) in die Parade und spielte die Kritik an die Medien.

Inzwischen stellt die Anwaltskanzlei der TSG klar, dass die kritisierten Punkte der Badeordnung „in keinster Weise als Diskriminierung oder Beschränkung der dort angeführten Adressaten gelten, sondern ausschließlich zum Schutz derselben dienen sollten.“ Es sei eine Haftungsfrage. Nichtsdestotrotz ist eine diskriminierungsfreie, in leichter Sprache verfasste Badeordnung durch die Behindertenbeauftragte der Stadt Salzburg bereits in Arbeit – schon seit Dezember, wie Smöch betont: „Das Coronavirus ist uns dazwischen gekommen.“ Er sieht das Bad als eine Art politischen Prellbock. „Es ist halt so im Leben, dass einmal was nicht so funktioniert, wie es sollte. Aber im Bad sind alle willkommen und wir bemühen uns sehr, stets nachzubessern“, so Smöch.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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