Der Lehrstellenmarkt ist heiß umkämpft: Zahlen der Arbeiterkammer zufolge gibt es derzeit 595 offene Lehrstellen im Bundesland. Fast 30 Prozent weniger als im Vorjahr. Dem stehen 457 Suchende gegenüber – ein Plus von fast 60 Prozent. Rein rechnerisch findet zwar jeder Suchende eine Stelle, doch das knappe Angebot schränkt stark ein. „Viele Firmen sind in einer Abwartehaltung und stellen keine Lehrlinge ein“, sagt Hilla Lindhuber von der Arbeiterkammer.
Anja Weißböck, Fachbereichsleiterin Tourismus an der Polytechnischen Schule Salzburg (PTS), kennt das Problem: „Das sorgt für Frust. Manche Schüler nehmen es einfach hin und suchen sich eine andere Lehrstelle, weil sie in ihrem Traumberuf nichts finden.“ Andere wiederum sehen sich gezwungen, an eine weiterführende Schule zu wechseln. „Manche hängen völlig in der Luft“, so Weißböck. Auch an der PTS steigt die Zahl der Anmeldungen, da viele Jugendliche keine Lehrstelle bekommen.
Ein neues Kursangebot der AK, unterstützt von BFI und AMS, soll helfen. Der achtwöchige Lehrgang bietet Bewerbungstraining, Basisqualifikation und zum Abschluss ein Praktikum. AK-Präsident Peter Eder nimmt auch die Politik in die Pflicht: „Ich erwarte mir starke Akzente, etwa 100 zusätzliche Plätze bei der überbetrieblichen Ausbildung.“
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