Pilotprojekt in OÖ:

Erste Regionalbusse ohne den „toten Winkel“

Gute Nachricht vor allem für Radfahrer: Mit Fahrplanwechsel am 15. Juni kommen erstmalig in Oberösterreich Regionalbusse mit Abbiegeassistenz-System zum Einsatz. Ein kamerabasiertes Erkennungssystem warnt die Busfahrer mittels optischer und akustischer Signale, wenn sich beim Abbiegen Personen oder Fahrgeräte im „toten Winkel“ befinden. Auch in Sachen „Mikro-ÖV“ im ländlichen Raum setzt Verkehrsreferent Günther Steinkellner Initiativen.

„Der tote Winkel bringt Lkw- und Busfahrer immer wieder in schwierige Situationen. Bei Abbiegevorgängen sind Fahrrad- und Scooterfahrer sowie Fußgänger oftmals erst in der letzten Sekunde zu erkennen“, weiß Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ). Leider kommt es dabei immer wieder auch zu tödlichen Unfällen.

Systeme werden Leben retten
Daher präsentiert er nun einSicherheitsinitiative: „Im Rahmen eines Pilotprojekts werden wir nun erstmalig Regionalbusse mit Abbiegeassistenz-Systemen ausstatten. Nach der sicherlich erfolgreichen Testphase werden ab Dezember alle neuen Regionalbusse in Oberösterreich damit ausgestattet sein. Derartige Systeme werden in Zukunft noch viele Unfälle vermeiden und Leben retten“, ist Steinkellner überzeugt.

Kosten für das Pilotprojekt werden geteilt
Die neuen OÖVV-Busse, mit denen in Kirchberg-Thening, Oftering und Hörsching gestartet wird, bieten neben mehr Sicherheit auch Komfortsitze, Klimaanlagenverbauung, kostenloses WLAN, Niederflurtechnik und die Möglichkeit des bargeldlosen Ticketkaufs. In Sachen Abbiegeassistenten teilen sich Sabtours und die OÖVG (OÖ Verkehrsverbund-Organisations GmbH) die Kosten für dieses Pilotprojekt, um Erkenntnisse in der Handhabung und Verlässlichkeit zu sammeln

Mehr „Mikro-ÖV“ in ländlichen Regionen
Zweiter aktueller Schwerpunkt Steinkellners sind Mikro-ÖV-Systeme. Das sindkleinräumige, lokale Nahmobilitätsangebote, die auf die Bedürfnisse der ansässigen Bevölkerung maßgeschneidert sind und verkehren nachfrageorientiert. Eine Mobilitätsmanagerin und drei Mobilitätsmanager kümmern sich um die Entwicklung solcher Systeme in den oberösterreichischen Regionen, vor allem alsgemeindenübergreifende Kooperationen.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 20. Oktober 2021
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