Mo, 24. September 2018

Klage gegen Republik

17.08.2010 17:51

AvW-Pleite: Nun wird der Staat zur Kasse gebeten

Die Skandale rund um die Kärntner AvW und die Hypo haben eine Frage durchaus aufgeworfen: Wo war da die Finanzmarktaufsicht und ihre Vorgängerinstanz? Weil Anwalt Michael Wirrer hier durchaus Sorgfaltsversäumnisse ortet, hat er nun für geschädigte Anleger eine Klage gegen die Republik eingebracht.

Am Dienstag ist das brisante Schreiben ans Landesgericht Wien gegangen. Da wirft Wirrer, dessen Heimatkanzlei Pascher gut 400 AvW-Opfer vertritt, dem Staat Versäumnisse vor. "Die Bundeswertpapierbehörde (ab 2001 Finanzmarktaufsicht, Anmerkung) hat die Kursbildungen der AvW-Genussscheine selbst nicht verstanden, wie aus einem Schreiben hervorgeht. Getan hat sie aber nichts", behauptet Wirrer.

Der Gerichtsgutachter glaubt ja, dass Wolfgang Auer von Welsbach die Kurse selbst festgesetzt hat – unabhängig von realen Marktentwicklungen. Die Klagenfurter Staatsanwaltschaft bastelt aufgrund dieser Expertise eifrig an einer Anklage gegen den Krumpendorfer Finanzdienstleister, der seit vier Monaten in U-Haft sitzt.

Hochriskante Geschäfte ohne Bankenkonzession
Weitere Klagspunkte sind auch, dass Auer mit Wissen der FMA hochriskante Geschäfte durchgeführt hätte – "alles ohne Bankenkonzession", so Wirrer. "Da hätte viel Schaden verhindert werden können!"

von Kerstin Wassernmann, "Kärntner Krone"

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