Hilferuf aus Spital

Ausbau läuft, aber Betreuungsplätze für Kids fehlen

Niederösterreich
08.08.2010 19:10
Familie und Beruf sind oft schwer unter einen Hut zu bringen. Das Land Niederösterreich war zwar beim Gratis-Kindergarten ein Vorreiter, aber in manchen Segmenten gibt es anscheinend Aufholbedarf. So fordert ein SPÖ-Politiker die Verdoppelung des Kinderbetreuungsangebotes für die Angestellten des Spitals St. Pölten.

Überall wird geplant, betoniert und erweitert: Der Ausbau der Kindergärten steht landesweit ganz oben auf dem Zukunftskonzept der Landesregierung. Dafür nimmt man auch viel Geld in die Hand. ÖVP-Landesrätin Johanna Mikl-Leitner: "In den vergangenen zwei Jahren haben wir 270 Millionen Euro investiert und 12.000 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen." Und die Erweiterung der Kapazitäten gehe derzeit in praktisch allen Bezirken zügig weiter.

Ebenfalls ein zusätzliches Kontingent an Plätzen fordert SPÖ-Mandatar Otto Kernstock für das Krankenhaus St. Pölten: "In der Klinik arbeiten 3.000 Menschen, es stehen aber nur 55 Kinderbetreuungsstellen zur Verfügung. Ab Herbst werden aber rund 100 benötigt." Um die Wartezeiten zu verringern, sollte das Betreuungsangebot nun rasch ausgebaut werden. "Alles andere wäre eine Zumutung und würde die Vereinbarkeit von Beruf und Familie scheitern lassen."

von Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung
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