ÖAMTC-Crashtest

Wildunfälle: Wenn aus Hirschen Elefanten werden

Dass man auf Oberösterreichs Straßen mit einem Elefanten kollidiert, ist ausgeschlossen. Bei einem Frontalcrash mit einem Hirsch wirken aber genau die selben Kräfte. Die Insassen werden mit bis zum Zehnfachen ihres Körpergewichts gegen den Gurt gedrückt. Richtiges Verhalten kann also lebensrettend sein.

Oberösterreichs Straßen sind ein wahrer Tierfriedhof: 2019 starben 7700 Rehe, 280 Füchse, 1200 Fasane und 5033 Feldhasen nach einem Zusammenstoß. „Die Wucht, mit der ein Rothirsch bereits bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h auf eine Windschutzscheibe prallt, entspricht etwa der Masse eines ausgewachsenen Elefanten – 5 Tonnen“, weiß Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV).

Zehnfache des eigenen Körpergewichts
Welche Kräfte dabei auf den Menschen wirken, überprüfte auch der ÖAMTC jetzt bei einem Crashtest. Mit 80 km/h wurde der Zusammenstoß mit einem ausgewachsenen Wildschweinkeiler simuliert. Auf die Insassen wirken dabei kurzzeitig Kräfte, die dem Zehnfachen des eigenen Körpergewichts entsprechen.

Unbedingt die Spur halten
„Am Auto entstand erheblicher Schaden, die Insassen blieben jedoch unverletzt. Dieser Umstand verdeutlicht, dass Verletzungen bei Wildunfällen meist nicht durch den direkten Aufprall des Tieres, sondern durch falsche oder panische Reaktion entstehen“, so Felix Etl, ÖAMTC-Verkehrstechniker. Lässt sich ein Zusammenprall nicht mehr vermeiden: stark bremsen, Lenkrad gut festhalten und unbedingt die Spur halten.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Sonntag, 28. Februar 2021
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