Hofft auf Happy End

360 €! Saftige Strafe für Lehrling bei Spaziergang

Oberösterreich
19.04.2020 08:39

Die Polizei erwischte in Zeiten von Corona drei Jugendliche am äußersten Welser Stadtrand. Weil am Treppelweg in der Traunau ein öffentlicher Ort ist, wurde ein 17-jähriger Lehrling zu einer Strafe von 360 Euro verdonnert. Der Bursche verdient im zweiten Lehrjahr im Monat aber nur 730 Euro. 

Teuer kommt einen 17-Jährigen ein Spaziergang mit zwei älteren Freunden am Treppelweg in der Welser Traunau zu stehen. Laut Strafverfügung darf der öffentliche Ort in Zeiten von Corona nicht betreten werden.

(Bild: ZVG)

Hoffen auf Happy End
„Laut dem Schreiben der Behörde muss ich 360 Euro zahlen. Dabei hat mir die Polizistin versprochen, dass es bei einer Ermahnung bleibt“, ist der Welser am Boden. Immerhin geht es um die Hälfte seines Monatsgehalts von 730 Euro. „Ich werde am Montag einen Einspruch einlegen“, hofft der Lehrling noch auf ein Happy End - auch für das befreundete Pärchen, das ebenfalls 360 Euro Strafe zahlen soll.

Symbolbild (Bild: P. Huber)
Symbolbild

Vier Jogger wurden von Polizei nicht kontrolliert
Er sieht zwar den Fehler ein, einiges ist aber unklar. „Wir sind oft in der Au. Vor der Corona-Krise haben wir die Polizei dort nie gesehen“, überrascht ihn der Einsatz am Stadtrand.

Zitat Icon

Bei uns sind vier Jogger vorbeigelaufen. Diese hat die Polizei nicht kontrolliert!

17-jähriger Lehrling aus Wels

Polizei ohne Mundschutz
„Außerdem wurde uns gesagt, dass wir den Abstand nicht eingehalten haben. Bei der Ausweiskontrolle kamen uns die Polizisten, die keinen Mundschutz trugen, aber auch sehr nahe“, wundert sich der Teenager. Er versteht auch nicht, warum eine Gruppe von vier Joggern von der Polizei nicht angehalten wurde.

Zuletzt wurde der Oedter Badessee wegen des Besucherandrangs von der Polizei geräumt - gestraft wurde dort niemand! (Bild: ZVG)
Zuletzt wurde der Oedter Badessee wegen des Besucherandrangs von der Polizei geräumt - gestraft wurde dort niemand!

Hunderte Badegäste nicht gestraft
Noch unverständlicher wird die hohe Strafe, wenn man sich vor Augen hält, dass am vorigen Sonntag der Oedter Badesee in Traun mit Hunderten Besuchern von der Polizei geräumt wurde – es dort aber keine einzige Anzeige oder einen Strafzettel gab.

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