Anrainer verärgert

Ansturm auf Badesee löste Polizeieinsatz aus

Der Oedter Badesee im oberösterreichischen Traun wurde am Osterwochenende „gestürmt“. Anrainer reagierten genervt auf die Sünder. Die Polizei löste den Ansturm daraufhin auf, es gab aber keine Strafzettel. Bisher wurden 3049 Corona-Anzeigen in Oberösterreich ausgestellt.

„Wir wohnen an der Einfahrt zum Oedter Badesee in Traun. Trotz Appellen in den Medien schaute es am Ostersonntag, wie auch in den vergangenen Wochen, bedingt durch das schöne Wetter, am Parkplatz des Sees wie an einem Badetag im Sommer aus“, schrieben aufgebrachte Leser an die „Krone“: „Man merkt hier keine, beziehungsweise sehr schlecht eingehaltene Abstandsdisziplin. Am besten wäre es, den Parkplatz zu schließen, wie das teilweise im Salzkammergut an exponierten Stellen durchgeführt wurde.“

„Warum wird nichts getan?
Oder: „Warum ist der Oedter See komplett voll von liegenden und sonnenden Menschen? Ich werde gestraft und ermahnt, weil ich am Spielplatz mit meinen Kindern war – und hier wird nichts getan? Ich will, dass die ganzen Menschen bestraft werden, da sie das einfach nicht dürfen!“

Polizei unter „Zugzwang“
Die Polizei kam wirklich in „Zugzwang“, wie Michael Babl von der LPD-Pressestelle bestätigt: „Bei uns sind mehrere Meldungen eingegangen, dass am Oedter See viel los sei. Daher sind wir auch mit mehreren Polizeistreifen dort hingefahren.“

Mit „Kette“ Stand geräumt
Die Bereitschaftseinheit und Streifen aus dem ganzen Bezirk Linz-Land bildeten eine Personenkette und marschierten das Gelände ab. Wer nicht von sich aus Reißaus nahm, wurde auf die Gesetzeslage aufmerksam gemacht. Organmandate wurden nicht verhängt. „Die Polizei konnte die Situation durch gutes Zureden und auch Präsenz rasch in die gewünschten Bahnen lenken“, erklärt Sprecher Babl.

Erst vier Organmandate
Bisher wurden in Oberösterreich 3049 Corona-Anzeigen getätigt, aber seit Karsamstag nur noch vier Organmandate ausgestellt.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 21. Oktober 2020
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