Mo, 23. Juli 2018

Flucht über 40 km

03.08.2010 18:14

Laster nach wilder Verfolgungsjagd gestoppt

Ein Lkw-Lenker hat am Dienstagvormittag der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd über etwa 40 Kilometer geliefert. Der Mann war laut Exekutive während einer Kontrolle auf der A1 in Ybbs (Bezirk Melk) in das Führerhaus seines Sattelschleppers gesprungen und davongefahren. Das Schwerfahrzeug wurde letztlich erst auf der B20 in St. Pölten-Spratzern gestoppt. Der kroatische Chauffeur (30) mit Wohnsitz im Bezirk Wolfsberg soll an psychischen Problemen leiden.

Die Polizei war von einer Angestellten einer Tankstelle zu der Autobahnstation gerufen worden, weil der Mann eine im Verkaufsbereich aufgestellte Pflanze beschädigt habe, berichtete die Sicherheitsdirektion am Nachmittag. Ein Alko-Vortest sei negativ geblieben, so die Landesverkehrsabteilung. Plötzlich sei der Lenker aber in sein Fahrzeug gesprungen.

Um eine Wegfahrt des Beschuldigten zu verhindern, habe sich ein Beamter der Autobahnpolizeiinspektion Melk vor den Lkw gestellt. Der 30-Jährige habe das Fahrzeug jedoch gestartet und sei mit geringer Geschwindigkeit losgefahren. Um nicht verletzt zu werden, musste der Beamte zur Seite springen.

"Rammstöße" gegen Streifenwagen
Anhalteversuche auf der Autobahn, die Richtung Wien vorübergehend gesperrt wurde, seien erfolglos geblieben, so die Verkehrsabteilung. Der Chauffeur habe mit seinem 40-Tonner vielmehr "Rammstöße" gegen Streifenwagen gesetzt. Letztlich wurden zwei Dienstautos beschädigt.

In St. Pölten-Süd sei der Mann von der A1 ab- und auf der B20 Richtung Süden weitergefahren. In Spratzern gelang es schließlich doch, das Fahrzeug anzuhalten. Ein Dienstwagen habe als "Sperre" gedient. Bis es so weit war, entstanden der Landesverkehrsabteilung zufolge auch Schäden an privaten Fahrzeugen, einem Pkw und Lkw. Der Kroate wurde vorübergehend festgenommen und in das Polizeianhaltezentrum St. Pölten überstellt.

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