09.04.2020 06:00 |

Kritik an Faßmann

Bildungspaket der Stadt Wien: Bitte warten!

Die Stadt Wien kritisiert Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) für seine Maßnahmen. Doch das eigene Bildungspaket ist noch immer in der Pipeline.

Die Bundesregierung hat für die Zeit nach Ostern einiges klargemacht: So wird es schrittweise zu einem Hochfahren im Handel kommen. Parallel dazu heißt es aber für den Bildungsbereich weiter „Bitte warten!“, was Klarheit betrifft - erklärte Wiens Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) Mittwoch in einer Aussendung. Worte, die an ÖVP-Minister Faßmann gerichtet sind und dessen Maßnahmen kritisieren. Nachsatz: „Gas und Bremse gleichzeitig geht nicht!“

„Bitte warten!“ und das Beispiel mit Gas und Bremse gelten aktuell allerdings auch für die Stadt Wien selbst. Das angekündigte Bildungspaket der SPÖ, das unter anderem das Thema Hausunterricht behandeln soll, ist nach wie vor in der Pipeline. Nächste Woche, so heißt es am Mittwoch nach „Krone“-Recherchen, werde es nun endlich vorgestellt. Dem Vernehmen nach musste man noch auf eine Lieferung an Laptops warten (und auf einen freien Termin mit dem Bürgermeister). Hunderte Geräte soll es für Schüler geben. Bloß: Recht eilig scheint es die SPÖ mit den Plänen nicht zu haben.

Koalitionspartner mit eigenem Konzept
Selbst dem eigenen Koalitionspartner war der rote Bildungsweg zu schnarchig - bereits vergangenen Sonntag stellten die Grünen ihr gefordertes 15-Millionen-Euro-Paket vor: Darin geht es um Laptops, Free-WLAN mit Gratis-Datenvolumen, um aufgestockte Sekretariate und persönliche Kontakte mit Schülern. Die Präsentation fand zur Sicherheit ohne Rücksprache mit der SPÖ statt.

Fragt man die Roten nach Maßnahmen, wird eine fertige Liste ausgeschickt: Darauf finden sich Online-Angebote, erlassene Essensbeiträge, Gratis-Lernhilfe usw. - viele lose Puzzlesteine, die aber noch kein klares Bild ergeben.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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