Der gebürtige Perser hatte sich am Abend des 22. Juli - wenige Stunden nach Abgabe der Schüsse - der Polizei gestellt und unmittelbar nach seiner Festnahme einen leichten Herzinfarkt erlitten.
Wegen seines Gesundheitszustandes war eine frühere Einvernahme nicht möglich - am Samstag dauerte sie am Ende auch nicht sehr lange. "Die Ergebnisse der Befragung werden an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet", sagte Seper.
Todesschüsse vermutlich aus Rache
In dem Büro in der Weihburggasse, Sitz der Unternehmensgruppe Cerag, waren ein 75-Jähriger erschossen und zwei weitere Männer im Alter von 57 und 66 Jahren durch Schüsse verletzt worden - als Motiv war sogleich Rache vermutet worden. Der mutmaßliche Täter war erst im Jänner bedingt aus der Strafhaft entlassen worden, zu der er verurteilt worden war, weil er 2005 sein Haus in Niederösterreich hatte sprengen lassen. In diesem Zusammenhang könnte auch die Tat in der Weihburggasse zu sehen sein.
Zuvor war A. wegen Drogenhandels in großem Stil mehrfach vor Gericht gestanden. Im Februar stellte er in Österreich einen Asylantrag, vermutlich um seine Abschiebung in den Iran zu verhindern. Die Cerag beschäftigt sich offiziell unter anderem mit Bauprojekten im Iran und dem Handel mit Rohstoffen sowie Autos.
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