Waren im Schuljahr 2006/07 noch 24,3 Prozent der 63.618 Lehrer an Volks-, Haupt, Sonder-, Berufs- oder Polytechnischer Schule teilzeitbeschäftigt, waren es 2008/09 bereits 26,2 Prozent der 64.989 Pädagogen. Dabei ist nicht nur der Anteil der Frauen in Teilzeit (Lehrverpflichtung von weniger als 100 Prozent) von 27,5 auf rund 29,1 Prozent gestiegen, auch bei den Männern gab es einen Zuwachs (von 13,0 auf rund 15,2 Prozent).
Für die Lehrer an AHS und Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen gibt es wegen einer Umstellung der Statistik keine Vergleichsdaten über die vergangenen Jahre. Im Schuljahr 2008/09 haben hier 24,6 Prozent (AHS) bzw. 24,5 Prozent (BMHS) der Pädagogen nicht Vollzeit gearbeitet.
Das heißt, dass sie nach einer Definition der Statistik Austria eine Lehrverpflichtung von weniger als 90 Prozent hatten. Die Möglichkeit wurde dabei von Männern in höherem Ausmaß als an den Pflichtschulen genutzt: 16,1 Prozent der AHS-Lehrer arbeiten Teilzeit, an den BMHS sind es mit 19,3 Prozent noch mehr. Unter den Frauen haben an den AHS rund 30,1 Prozent eine Lehrverpflichtung von weniger als 90 Prozent, an den BMHS sind es rund 29,9.
Religionslehrer und Junglehrer drücken Statistik
Dass fast jede dritte Lehrerin nur Teilzeit arbeitet, führen sowohl Riegler als auch das Unterrichtsministerium darauf zurück, dass Frauen die Zeit für die Kinderbetreuung nutzen. Bei ihren männlichen Kollegen hat der für Riegler "unerwartet hohe" Anteil u.a. damit zu tun, dass von der Statistik auch Religionslehrer erfasst werden - dieses Fach würde teils auch von Geistlichen unterrichtet, die dafür nur stundenweise an die Schule kämen.
Bei den AHS- und BMHS-Lehrern kommen ebenfalls strukturelle Gründe für die hohe Teilzeitquote dazu, schildert Riegler: Gerade zu Beginn der Laufbahn würden die Pädagogen dort häufig nur für einzelne Stunden beschäftigt. "Davon kann man sich nichts leisten, die Jungen müssen oft einen anderen Job daneben machen."
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