„Stolz, zu helfen“

AUA brachte 30 Tonnen Schutzausrüstung aus China

Wien
30.03.2020 18:58

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines hat am Montag mit zwei zu Frachtflugzeugen umfunktionierten Boeing 777 weitere 30 Tonnen Schutzausrüstung aus China nach Österreich geflogen. Es handelte sich laut AUA-Sprecher Peter Thier um knapp zwölf Tonnen Masken und knapp 18 Tonnen Mäntel. Die Maschinen mit den Kennzeichen OE-LPC und OE-LPF landeten am Nachmittag knapp hintereinander auf dem Flughafen Wien-Schwechat.

Die Güter waren in Xiamen aufgenommen worden. 1403 Kartons mit den Schutzmasken werden laut Thier vom Roten Kreuz in Österreich verteilt. 1824 Kartons mit den Schutzmänteln sind dem Sprecher zufolge für Südtirol bestimmt.

Aus China importierte Schutzmasken und -bekleidung (Bild: APA/HELMUT FOHRINGER (Symbolbild))
Aus China importierte Schutzmasken und -bekleidung
Ein Mitarbeiter des Flughafens beim Entladen von Schutzausrüstung am Montag, 30. März 2020, am Flughafen Wien-Schwechat (Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)
Ein Mitarbeiter des Flughafens beim Entladen von Schutzausrüstung am Montag, 30. März 2020, am Flughafen Wien-Schwechat

Sieben Piloten waren mit zunächst einer Maschine (OE-LPC) nach Peking geflogen. Dort holten sie die andere Boeing 777 ab, die in Wartung war, so Thier. Danach ging es mit beiden Flugzeugen nach Xiamen und von dort nach einer Nacht zurück nach Wien.

Es mache rein technisch keinen Unterschied, ob man mit Fracht oder mit Passagieren fliege, sagte Kapitän Martin Guzei am Montagnachmittag in Schwechat. Um die Arbeitsroutine einzuhalten, würden sogar die Lautsprecheransagen wie üblich gemacht.

(Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)
(Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)
(Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)

AUA-PIloten meldeten sich freiwillig
Alle AUA-Piloten, die nun fliegen, hätten sich freiwillig gemeldet, erzählte Guzei weiter. Er bildet mit den Ersten Offizieren Christian Schuh und Daniel Winkler eine Crew. „Wir bleiben jetzt zusammen.“ Austrian hat laut Thier bisher acht Cargo-Flüge durchgeführt. „Etliche weitere“ sollen noch folgen.

Es sei auch durchaus „ein bisschen Stolz dabei, bei der eigenen Airline und für das eigene Land etwas bewegen zu können“, sagte Kapitän Guzei, darauf angesprochen, welches Gefühl es sei, derartige Hilfsflüge durchzuführen. „Dass man sein Können zur Verfügung stellt, um in der Krise zu helfen“, fügte er hinzu und sprach damit auch für seine Kollegen.

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