23.03.2020 18:54 |

601 Tote am Montag

Zahl der Corona-Toten in Italien steigt langsamer

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer und der Infizierten ist in Italien am Montag erneut angestiegen, allerdings langsamer als in den vergangenen Tagen. Am Montag wurden 602 mehr Todesopfer als am Vortag gemeldet. Die Bilanz der Todesopfer überschritt mittlerweile die 6000er-Marke und liegt derzeit bei 6077. Die Zahl der Infizierten lag am Montag bei 50.418 Personen.

Auch die Zahl der neu angesteckten Personen wuchs etwas langsamer als in den vergangenen Tagen. 3204 Personen befinden sich auf der Intensivstation, das sind sechs Prozent aller Infizierten. 7432 Patienten sind inzwischen genesen. Italien ist schon vor China das weltweit am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffene Land.

Zuwachs erstmals im einstelligen Bereich
Der Zuwachs an registrierten Covid-19-Fällen stieg am Montag in Italien um 8,1 Prozent und lag somit erstmals im einstelligen Prozentbereich. Der Wiener Virologe Florian Krammer schrieb auf Twitter, dass Italiens Maßnahmen der vergangenen Wochen wohl endlich Wirkung zeigen würden.

Todesrate in der Lombardei sinkt ebenfalls
In der Lombardei, der innerhalb des Landes am stärksten betroffenen Region, wurden um 320 Todesopfer mehr verzeichnet. Am Samstag war die lombardische Bilanz noch um 546 zusätzliche Toten an einem einzigen Tag gestiegen.

Als positiv betrachten die Gesundheitsbehörden, dass die Zahlen in der Millionenmetropole Mailand am Montag zum zweiten Tag in Folge etwas weniger als am Tag zuvor gestiegen sind.

Gallera sieht „Licht am Ende des Tunnels“
„Das ist die Zeit, um uns noch mehr anzustrengen, um die Zahl der neuen Infektionen weiterhin einzugrenzen, wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, sagte der lombardische Gesundheitsbeauftragte Giulio Gallera, warnte jedoch zeitgleich vor zu großem Optimismus.

Nach der Lombardei sind nach wie vor die Emilia Romagna und Venetien die am stärksten betroffenen Regionen. In Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien starben bisher 54 Personen, die Zahl der Infizierten kletterte auf 771.

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