22.07.2010 19:28 |

Wechsel in Brasilien

Präsident Lula weint über den Abschied von der Macht

Brasiliens charismatischer Präsident Luiz Inacio Lula da Silva ist angesichts des bevorstehenden Abschieds von der Macht in Tränen ausgebrochen. Der frühere Gewerkschaftsführer, der die aufstrebende südamerikanische Regionalmacht seit 2003 regiert, muss sein Amt nach der Präsidentenwahl am 31. Dezember an den gewählten Nachfolger abgeben.

Er selbst darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. Während eines Interviews, das am Mittwoch vom TV-Sender Record ausgestrahlt wurde, konnte Lula die Tränen nicht zurückhalten. "Ich glaube, ich werde alt", meinte der populäre Staatschef, der im Oktober seinen 65. Geburtstag feiert.

Vom Leben nach dem Ende der Macht erwartet Lula bisher offenbar nur die große Leere. "Ich werde Marisa (Lulas Ehefrau) ansehen, und sie wird mich ansehen und fragen: 'Und nun, Lulita?'" Mit guten, aber meist unerwünschten Ratschlägen für seinen Nachfolger wolle er sich jedoch zurückhalten.

"Wenn ich meine sieben Sinne beisammen habe, werde ich ein guter Ex-Präsident sein, der sich Meinungsäußerungen zu den Regierenden verkneift", versprach Lula. Jedoch schloss er eine erneute Kandidatur bei der übernächsten Präsidentenwahl 2014 nicht aus: "In der Politik kann man nie Nein sagen." Laut Verfassung könnte er nach einer Pause erneut antreten.

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