07.03.2020 21:20 |

Wegen Österreichern

Kreuzer MSC Opera legte in Messina statt Malta an

Die Corona-Krise trifft auch die Kreuzfahrt-Industrie mit voller Wucht. Jetzt verweigerte die Regierung von Malta der MSC Opera mit 2000 Passagieren an Bord - obwohl es auf dem Schiff derzeit nachweislich keinen Krankheitsfall gibt - das Anlegen im Hafen. Der Grund sind laut Reederei MSC Cruises Urlauber aus Österreich. Das Kreuzfahrtschiff traf am Samstag im sizilianischen Messina ein.

Die heimischen Touristen, die im Februar an Bord gewesen waren, waren Tage nach der Rückkehr Anfang März bei uns positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden. Das Kreuzfahrtschiff steuerte daraufhin die italienische Stadt Messina, mehr als 350 Kilometer entfernt, an. Dort traf die MSC Opera am Samstag ein. Die Landung auf Sizilien erfolgte einen Tag früher als erwartet, berichteten italienische Medien.

Kapitän versichert: Keine Gesundheitsprobleme an Bord
Die Passagiere wurden Kontrollen unterzogen. Der Kapitän versicherte, dass es keine Gesundheitsprobleme an Bord gebe, daher durften die Passagiere in Messina aussteigen. Malta hatte am Freitag der MSC Opera die Landung in La Valletta wegen den Österreichern verweigert, obwohl diese eine Woche zuvor das Schiff verlassen hatten.

Das österreichische Paar hatte vom 17. bis zum 28. Februar an der Kreuzfahrt im Mittelmeerraum an Bord des Schiffes teilgenommen. Von Genua kehrte das Paar nach Österreich zurück, wo es am vergangenen Dienstag positiv auf SARS-CoV-2 getestet und unter Quarantäne gestellt wurde.

Streik angedroht
Malta hatte dem Schiff die Landung verweigert, nachdem Martin Balzan, Präsident des maltesischen Ärzteverbands, mit einem Streik gedroht hatte, sollten die 2302 Menschen an Bord des Luxusliners in La Valletta an Land gehen, berichtete die maltesische Tageszeitung „The Times of Malta“. Die öffentliche Sicherheit stehe auf dem Spiel. Die Reederei argumentierte damit, dass weder Passagiere noch Crewmitglieder Symptome einer Coronavirus-Infektion aufweisen würden.

Auch Türkei verweigerte Einreise
Die Kreuzfahrt der MSC Opera im östlichen Mittelmeerraum wurde für die Passagiere dann zu einer Irrfahrt. Das Schiff, das am Mittwoch im griechischen Hafen Piräus Kontrollen unterzogen worden war, hatte die Reise nach Korfu fortgesetzt. Die türkischen Behörden hatten danach dem Schiff die Landung in der Türkei verweigert. Auch andere Kreuzfahrtschiffe müssen derzeit auf Einreise warten.

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