Der große Appetit auf Blattläuse hat den asiatischen Marienkäfer in Europa zunächst positiv bekannt gemacht. "Viele Gärtnereien haben die Tiere zur Blattlausbekämpfung geholt", weiß Zoologe Christian Wieser. Die Insekten können in einem Tag bis zu 270 Stück Blattläuse vertilgen.
"Marienkäfer stürzen sich auch auf Larven"
Doch sind einige der Tiere aus den Glashäusern entwischt. Wieser: "In unseren Breiten fühlt sich der asiatische Marienkäfer richtig wohl. Außerdem vermehrt er sich rasant." Dies könnte zu einem Problem für die heimischen Marienkäfer werden. Denn die Fresslust ihrer Verwandten macht nicht bei den Blattläusen halt. "Die Marienkäfer stürzen sich auch auf die Larven der hier beheimateten Arten", so der Insektenexperte.
Tupfen meist unregelmäßiger
Einen heimischen von einem asiatischen Marienkäfer zu unterscheiden, ist allerdings recht schwer. "Die eingeschleppte Art gibt es in den verschiedensten Farbvariationen. Zumeist sind die Tupfen aber unregelmäßiger", erklärt der Zoologe.
Auch können die asiatischen Verwandten zu einer richtigen Plage werden. Denn die Tiere überwintern in großen Kolonien. Wieser: "In den vergangenen Jahren haben sich Meldungen über Marienkäfer-Invasionen gehäuft. Dabei handelte es sich zumeist um die asiatischen Verwandten."
"Kärntner Krone"
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