Zwei Männer erstochen

Religiöser Wahn scheidet als „Alibi“ aus

„Ich schneide deinen Kopf ab! Ich mache ,Allahu Akbar‘!“ Mit diesen Worten wollte Jamal Ali A. laut Anklage in Wullowitz dem Rot-Kreuz-Helfer David H. (32) die Kehle durchschneiden, nachdem er ihm zwei tödliche Stiche versetzt hatte. Doch auf seinen religiösen Wahn kann sich der angeklagte Afghane (33) nicht ausreden.

Mit „exklusivem Wissen“ von Gott ausgestattet, fühlte sich Jamal Ali A., der 2015 aus Afghanistan illegal nach Österreich gekommen war. Treibende Kraft war seine Frau - seine reiche Familie lehnte die Ehe ab. Man hoffte auf ein besseres Leben.

Probleme beim Job
Doch im Vorjahr - das Paar hatte zwei Kinder und lebte in Leopoldschlag - war der Asylstatus noch offen, Jamal machte wegen religiöser Anwandlungen Probleme, kam unregelmäßig zur Arbeit im Altstoffsammelzentrum. Als er eigenmächtig Dienst tauschte, wurde er von David H. daheim zurechtgewiesen. Das dürfte der Auslöser für die Bluttat wenig später gewesen sein.

Erstochen, weil er Auto nicht hergeben wollte
Der Angeklagte kam mit dem Rad zum Asylheim, stach ohne Vorwarnung dem Rot-Kreuz-Betreuer, der ihm immer geholfen hatte, in die Brust und tötete wenig später den Nachbarn Franz G., weil der sein Auto nicht hergeben wollte. Gerichtspsychiaterin Adelheid Kastner attestiert zwar einen „religiösen Wahn“, der aber mit der Tat „nicht in Zusammenhang steht“.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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