29.02.2020 10:55 |

Abkommen schadet Image

Weltnaturschutzunion kritisiert „Jagdvertrag“

Auch die Weltnaturschutzunion warnt Kärnten vor einer Verletzung der Nationalparkkriterien: Wie berichtet, haben schon WWF und Naturschutzbund das neue Jagdübereinkommen für den Nationalpark Hohe Tauern kritisiert. Es schließt Wolf, Luchs, Bär, Goldschakal und Fischotter von Erhaltungs- und Forschungsmaßnahmen aus.

Der WWF hat jetzt das Warnschreiben der IUCN an Kärnten veröffentlicht. Die Weltnaturschutzunion warnt darin vor Verletzung der Nationalparkkriterien. Das Übereinkommen, das noch dazu ohne die Nationalparkverwaltung unterzeichnet worden ist, würde „den Zielen eines Nationalparks offen widersprechen“. Der WWF fordert Landeshauptmann Peter Kaiser deshalb zur Rücknahme dieses Machwerks auf.

Das Schreiben des IUCN ging auch an Umweltministerin Leonore Gewessler. Darin warnt man: „Das naturschutzfeindliche Abkommen zwischen Grundbesitzern, Jägerschaft und Kärntner Landesregierung verursacht einen internationalen Imageschaden für den Nationalpark Hohe Tauern. Österreich hat sich bei Ausweisung von Nationalparks den IUCN-Kriterien verschrieben.“ Daher müsse Kaiser das Jagdübereinkommen sofort zurückziehen.

Nachdem die Landesregierung das Abkommen aber unter Verschluss halte, müsse jetzt Leonore Gewessler in ihrer Funktion als Bundesverantwortliche für die Nationalparks in dieser Angelegenheit intervenieren.

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