29.02.2020 09:00 |

Betreuung in Schwaz

Schwaz: Arbeitende Eltern nicht „bestrafen“

Rund um die Eröffnung des Kindergartens Falkenstein stellten die Verantwortlichen in Schwaz ihre Philosophie für die Betreuung der Kleinsten vor. „In einem Jahr haben wir mehr als 80 neue Plätze geschaffen“, strahlte BM Hans Lintner. Ein Hauptanliegen: Arbeitende Eltern, die auch nachmittags ihre Kinder betreuen lassen (müssen), werden nicht auch noch finanziell „bestraft“.

Handwerker und Putztrupps waren am Freitag noch fleißig, denn schon am Montag erobern mehr als 30 „Zwerge“ (Kindergarten und Krippe) die Räume des ehemaligen Gasthofs Falkenstein. Rund 550.000 Euro wurden hier für die Kleinsten investiert. Das nunmehrige Haus der Generationen ist multifunktional, auch insgesamt 36 Wohneinheiten (betreut oder für Jungfamilien), die Caritas und der Dorfladen mit zukünftigem Café finden großzügig ihren Platz. Zurück zu den Kindern: Schon im Herbst entsteht durch einen Zubau des Altenwohnheims Knappenanger das nächste Betreuungsangebot mit 52 Plätzen. „Ein Miteinander von Jung und Alt ist dort das Ziel“, verdeutlicht Lintner.

„Gleich viel wert, egal wie alt ein Kind ist“
In Sachen Kinderbetreuung verweist Julia Muglach, städtische Referentin für Familie, Jugend und Frauen, auf die Vorreiterrolle der Schwazer: „Wir haben Öffnungszeiten von 6.30 bis 18 Uhr – insgesamt 55 Stunden pro Woche. Krippenplätze für Kinder von ein bis drei Jahren kosten pro Monat gleich viel wie für Kindergartenkinder ab drei Jahren. „Bei uns ist jedes Kind gleich viel wert. Egal, wie alt es ist“, sagt Muglach dazu.

Nachmittagsbetreuung finanzierbar
Auch der Tarif pro Kindergarten-Monat ist mit 64 Euro einheitlich. Freilich wird bei den Vier- und Fünfjährigen der Bundeszuschuss von 45 Euro abgezogen. Die Stundensätze sind so gestaltet, dass Kosten bei einer Nachmittagsbetreuung nicht „explodieren“. „Das hilft natürlich Eltern, die ihre Kinder auch am Nachmittag betreuen lassen. Oder jenen, die am Nachmittag hin und wieder wichtige Termine haben. Da genügt eine kurzfristige Anmeldung.“ In Schwaz wird es ab Herbst sechs städtische Kinderbetreuungseinrichtungen mit insgesamt 25 Gruppen (Kindergarten, Hort, Krippe) geben. Eine Koordinationsstelle für Kindergärten (städtisch oder auch privat) im Rathaus hilft, alle Wünsche zu erfüllen.

Andreas Moser
Andreas Moser
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