Die Betreuung wird für Sprösslinge zwischen drei und zwölf Jahren von 7 bis 16 Uhr angeboten. Pädagogen von externen Dienstleistern wie Kinderfreunde und Hilfswerk passen auf die Kleinsten auf. Der aktuelle "Einsatzplan" sieht 221 Betreuungsplätze in fünf Bundesländern vor: 71 Kinder in Niederösterreich, 61 in der Steiermark, 15 in Wien, 54 in Salzburg und 20 in Tirol.
Mit diesen Betriebskindergärten will das Bundesheer den modernen Anforderungen am Arbeitsmarkt gerecht werden und den Bediensteten höhere Mobilitätsbereitschaft und Arbeitszeitflexibilität ermöglichen. Gerade während der kindergarten-, schul- oder hortfreien Zeit stellen sich Eltern die Frage, wie eine durchgehende adäquate Betreuung der Kinder gewährleistet werden kann. Gleichzeitig sieht man das Projekt im Ressort als Beitrag zur Erreichung der Barcelona-Ziele (Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen).
"Unkonventionell, aber zeitgemäß"
Das Bundesheer gehe "einen neuen, für manche vielleicht auch unkonventionellen, aus meiner Sicht aber zeitgemäßen Weg", sagte Verteidigungsminister Norbert Darabos. "Durch das Angebot der Kinderbetreuung verbessern wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Bundesheer. Das Pilotprojekt zur Kinderbetreuung bringt eine deutliche Entlastung für die Familien der Soldaten. Die Eltern müssen nicht mühsam jeden Tag eine Betreuung finden - sie haben in der Kaserne beste Bedingungen für den Nachwuchs", so der Minister.
Die Kinderbetreuung ist Teil der sogenannten Familienbetreuung, deren Ziel es sei, vor allem im Zusammenhang mit internationalen Einsätzen den Soldaten im Einsatz den "Rücken freizuhalten". Die Familienbetreuung kümmert sich insbesondere um die Auslandseinsatz-Soldaten und deren Familien, sie werden zum Beispiel mit Informationen versorgt und bei Schwierigkeiten unterstützt. Seit 2006 gab es 2.687 solche Betreuungs-Kontakte, 1.264 davon alleine während des Tschad-Einsatzes.
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