24.02.2020 09:00 |

Wieder mehr Gäste

Halbzeit in der Wintersaison: Jännerloch schwindet

Man sieht es auf den Pisten, in den Hotels, aber leider auch auf den Straßen - Tirol zieht im Winter immer noch mehr Urlauber an. Auch die laufende Saison liegt nach der Hälfte der Zeit deutlich im Plus. Sogar das einstige Jännerloch „schmilzt“ zunehmend dahin. Heuer kamen um fast zehn Prozent mehr Gäste.

1,3 Millionen Ankünfte verzeichnet der Tiroler Tourismus im heurigen Jänner. Das ist ein deutliches Plus von 9,3 Prozent. 113.000 Gäste mehr als im Vorjahr tummelten sich in den Wintesportorten. Der Zuwachs bei den Nächtigungen fällt mit 4,5 Prozent auf 6,5 Millionen geringer aus, weil die Tirol-Urlauber tendenziell kürzer bleiben als früher.

Deutliche Zuwächse bei deutschen Gästen
Die wichtigste Urlaubergruppe sind und bleiben die Deutschen. Mehr als die Hälfte der Nächtigungen werden von den Nachbarn aus dem Norden gebucht. Im heurigen Winter verbrachten bereits mehr als 1,4 Millionen Bundesbürger ihren Skiurlaub in Tirol, um 95.700 mehr als im Vorjahr. Insgesamt liegen die heimischen Touristiker mit 2,8 Millionen Ankünften (+5,9%) und 12 Millionen Nächtigungen (+5,2%) in der laufenden Saison deutlich über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Am meisten profitieren Ferienwohnungen, die gehobene Hotellerie und Campingplätze von der Entwicklung.

Schaltjahr garantiert ein Februar-Plus
Der wichtigste Wintermonat ist aber noch nicht beendet. Fast jede dritte Übernachtung wird im Februar gebucht. Damit ist der Faschingsmonat auch die touristisch intensivste Zeit des Jahres. Bei durchschnittlichen Auslastungen zwischen 80 und 90 Prozent sind Zuwächse kaum noch möglich. Doch heuer gibt es ein Extra-Plus: Der Schalttag bringt unglaubliche 270.000 Nächtigungen zusätzlich.

Wertschöpfung als neue Richtmarke
Immer mehr Urlauber bedeuten für Tirol längst nicht mehr nur Positives. Die Staus sind eine dieser negativen Auswirkungen. Die Touristiker sprechen mittlerweile lieber über Wertschöpfung als über Nächtigungen. Wenn es nach Tirol geht, soll diese in Zukunft als Richtmarke dienen. Derzeit wird an einer Vereinheitlichung in Österreich gearbeitet. Das ist nicht einfach, weil die Bundesländer verschiedene Berechnungsmethoden anwenden.

Wie auch immer gerechnet wird: Tirol ist gefragt wie nie. Höher gelegene Skiorte können bis zum Saisonende im April mit regem Zulauf rechnen.

Claudia Thurner
Claudia Thurner
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