SPÖ erneuert Forderung

Ganztagsschule soll gratis werden

Mit einem Themen-Feuerwerk eröffnete der Wiener SPÖ-Stadtchef Michael Ludwig den Bürgermeisterwahlkampf in der Bundeshauptstadt. Unter anderem sollen alle 63 Ganztagsschulen den Eltern nichts mehr kosten. In Oberösterreich nutzen die Genossen die Gelegenheit, um ihre langjährige Forderung zu erneuern.

Kosten für Nachhilfe explodieren
„Eine Gratis-Ganztagsschule ist ein Gebot der Stunde“, springt auch Sabine Promberger, Bildungssprecherin der SPÖ im oberösterreichischen Landtag, auf die in Wien losgetretene Debatte auf. Sie verweist auf die explodierenden Kosten für Nachhilfe. 14,5 Millionen Euro mussten die Eltern im letzten Schuljahr dafür hinblättern. Um 1,5 Millionen Euro mehr als noch im Jahr davor.

Auch Nachmittagsbetreuung kostet
„In einer verschränkten Ganztagsschule können Hausübungen und Schularbeitsvorbereitungen unter professioneller pädagogischer Begleitung erledigt werden“, stellt Promberger klar. Gestaffelt nach Einkommen der Eltern kostet laut ihr die Nachmittagsbetreuung derzeit in der Woche zwischen 23 und 80 Euro.

Pflichtschüler werden bereits gefördert
Dabei soll es laut ÖVP auch bleiben: „Bereits jetzt kann der Schulerhalter über die Höhe des Selbstkostenanteils, Ermäßigungen oder Staffelungen entscheiden. 18 Prozent der Pflichtschüler werden bereits gefördert“, meint Landtagsklubobfrau Helena Kirchmayr.

SPÖ verteilt Wahrzuckerl
Der freiheitliche Landtagsklubchef Herwig Mahr hält eine Gegenleistung für die erweitere Betreuung für gerecht. Den Vorstoß aus Wien kommentiert er so: „Die SPÖ verteilt schon fleißig Wahlzuckerl für die Wien-Wahl. Dass die Rechnung am Ende der Steuerzahler zu begleichen hat, wird dabei offenbar unter den Teppich gekehrt!“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Mittwoch, 21. Oktober 2020
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