Die Mutter des dritten Opfers, eines Buben, der zur Zeit der Vorfälle 2008 im Vorschulalter war, berichtete als Zeugin Richter Norbert Hofer am Innsbrucker Landesgericht: "Mir, der Jugendwohlfahrt und der Polizei gegenüber hatte der Bub geschwiegen. Den Enkeln des Angeklagten hatte er sich aber anvertraut." Da habe sie das verstörte Kind gefragt, was nun stimme. Der Bub, der gerade seinen Vater verloren hatte, habe darauf geantwortet: "Ich war doppelt enttäuscht. Zuerst passierte das mit dem Papa und dann die Sache mit Josef", - dem Angeklagten, Name geändert.
Die Mutter bezeugte auch, dass ihr Kind etliche Male in der Obhut des Angeklagten gewesen sei. Dass der Kleine des öfteren bei Josef übernachtet und mit diesem einmal nach Wien gefahren sei. Auf die Frage, was sexuell passiert sei, antwortete der Bub: "Po streicheln".
Der Schöffensenat glaubte Mutter und Kind und verurteilte den Angeklagten wegen versuchten, sexuellen Missbrauchs zusätzlich zu einem Jahr Haft. Insgesamt sitzt der Mann jetzt fünf Jahre. Nicht rechtskräftig.
Kronen Zeitung
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