12.02.2020 13:51 |

Datenschutzbehörde:

Handvenenscanner in Seebad war unzulässig

Ein Handvenenscanner als Zutrittssystem für das örtliche Seebad sorgte im vergangenen Jahr im burgenländischen Weiden am See für Wirbel. Nach einem Bescheid der Datenschutzbehörde ist nun fix: Die Daten müssen gelöscht werden.

Man habe den Bescheid zur Kenntnis genommen und werde auf einen Einspruch verzichten, sagte Bürgermeister Wilhelm Schwartz am Mittwoch. Die Datenschutzbehörde habe unter anderem kritisiert, dass Saisonkartenbesitzer keine Alternative hatten und sich per Handvenenscanner registrieren lassen mussten. Schwartz will nun mit einem Rechtsanwalt die Anmerkungen der Behörde einarbeiten und bis April ein neues Zutrittssystem erarbeiten.

Besucher sollen künftig die Wahl haben
Dann sollen die Besucher des Seebades die Wahl haben: „Wer den Handvenenscanner nicht verwenden will, der bekommt wieder eine Karte. Wir wollen keinen zwingen“, sagte Schwartz. Er stehe weiterhin zu dem Zutrittssystem. Man könne damit sowohl beim Personal als auch bei den Karten Kosten sparen. So habe man im Vorjahr bei gleichbleibenden Einnahmen etwa 21.000 Plastikkarten weniger ausgegeben.

Der Handvenenscanner wurde eingeführt, weil alle rund 2500 Bewohner von Weiden am See gratis Saisonkarten erhalten, was in der Vergangenheit allerdings immer öfter auch von auswärtigen Personen ausgenutzt wurde. Dem wollte der Bürgermeister mit dem neuen Zutrittssystem ein Ende bereiten. Datenschützer übten an der Maßnahme allerdings Kritik.

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