Wenn die Sonne lacht, dann lacht auch der Innsbrucker Verkehrsstadtrat. Da liegen die Tiroler im Schwimmbad, da genießen die Urlauber die Naturschönheiten, da steht ein Stadtbummel nicht ganz oben auf der Wunschliste. Aber wehe es regnet. "Wir wissen es von anderen Baustellen, da wird es dann chaotisch, weil plötzlich alle in die Stadt wollen. Ich kann nur raten, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen", richtet Peer seinen Appell an Einheimische und Gäste.
Im Gedanken übersetzt er ihn gleich ins Italienische. Denn kritisch wird der 15. August. Zu Ferragosto stürmen unsere Nachbarn Innsbruck. Das verträgt sich schlecht mit einer Großbaustelle.
Das "Jahrhundertprojekt" Regionalbahn ist schuld an dem Verkehrschaos. Peer: "Bis Ende 2011 soll der Abschnitt Innenstadt zwischen Sillpark und fünftem Gymnasium fertig sein. Da geht es bei den Bauarbeiten ohne Staus nicht ab."
Die Innsbrucker Polizei wirft ein wachsames Auge auf die Ausweichrouten. "Zu den Stoßzeiten sind wir da, um Knoten zu lösen. Ein neuralgischer Punkt ist die Kreuzung vorm Schwarzen Adler. Dort wurde der Vorrang verändert. Wir haben das vor 14 Tagen eingeführt. Zum Glück sind jetzt die meisten Autofahrer schon gewöhnt daran", informiert Helmut Antretter von der Verkehrsabteilung.
Gewöhnungsbedürftig sind auch die Änderungen im Netz der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB). Die informieren auf ihrer Homepage (Link in der Infobox) und über eine Service-Hotline (Tel.: 0512/5307-6000) über neue Trassenführungen, Haltestellenverschiebungen und Schienenersatzverkehr. Zu Schulstart soll der Spuk dann wieder vorbei sein.
von Claudia Thurner, Tiroler Krone
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