10.02.2020 09:47 |

Umlaufbahn verfehlt

Iran neuerlich mit Satellitenstart gescheitert

Nach zwei gescheiterten Versuchen im Vorjahr ist der Iran auch im dritten Anlauf mit seinem beabsichtigten Satellitenstart ins Weltall gescheitert. Der im Iran konstruierte, 130 Kilogramm schwere Satellit „Safar“ (Triumph) wurde am Sonntag vom Raumfahrtzentrum Semnan erfolgreich gestartet, konnte jedoch wegen zu niedriger Geschwindigkeit nicht die gewünschte Umlaufbahn erreichen.

Ein Sprecher der Raumfahrtabteilung im Verteidigungsministerium bewertete den Start des Raketenträgers „Simorgh“ im Staatsfernsehen dennoch als einen großen Erfolg für den Iran, räumte aber ein, dass die Mängel in Kürze behoben werden. Ein genaues Datum für den nächsten Satellitenstart wollte er jedoch nicht nennen. Der Satellit „Safar“ sollte die Erde 15-mal am Tag umkreisen.

Bereits zwei Starts fehlgeschlagen
Schon im vergangenen Jahr waren im Iran zwei Satellitenstarts gescheitert. Angeblich soll es bei einem Test im August vergangenen Jahres sogar zu einer Explosion auf der Abschussbasis (Bild unten) gekommen sein, die das Telekommunikationsministerium jedoch dementierte. Der Satellitenstart sollte das Highlight vor dem 41. Jahrestag der islamischen Revolution an diesem Dienstag werden.

Nach Angaben Teherans sollen die iranischen Satelliten Daten zu Wetter, Naturkatastrophen und Landwirtschaft liefern und keine militärischen Ziele verfolgen. Daher stehe der Einsatz auch im Einklang mit internationalen Vorschriften. Die USA und Israel sehen jedoch solche Starts kritisch, weil sie befürchten, dass der Iran die Raumfahrttechnik zum Bau militärischer Langstreckenraketen nutzen könnte.

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