05.02.2020 13:00 |

Viele Schäden

„Petra“ schlug auch in Tirol gnadenlos zu

Überflutungen, Muren, abgedeckte Dächer und entwurzelte Bäume: Sturmtief „Petra“, das von Montag auf Dienstag über Tirol hinwegfegte, hat deutliche Spuren hinterlassen. Verletzte gab es zum Glück keine.

Bis zu 118 km/h Windgeschwindigkeit wurde am Dienstag in Innsbruck/Kranebitten gemessen, gar 129 km/h am Galzig in St. Anton. Hier richtete der Orkan freilich keine Schäden an – im Gegensatz zu Kirchberg. Dort deckte der Sturm am Dienstag gegen 7 Uhr im Ortsteil Aschau einen großen Teil des Dachs eines Bergbauernhofs ab, dadurch wurde auch ein abgestelltes Fahrzeug beschädigt. Zum Glück erlitten die Hausbewohner keine Verletzungen. Drei Stunden war die Feuerwehr Aschau damit beschäftigt, das verbliebene Dach zu sichern und das Gebäude mit Planen abzudecken.

Einen Schutzengel hatten die Bewohner und Nachbarn des Seniorenwohnheims in Wörgl. Im Park des Heims entwurzelte der Sturm am Dienstag um 6.45 Uhr einen riesigen Baum, der auf ein angrenzendes Grundstück fiel. Wie durch ein Wunder gab es keine Verletzten.

Regionale Unterschiede
Überflutungen durch den Starkregen haben in weiten Teilen des Landes die Feuerwehren auf Trab gehalten. „Viele unserer Messstationen verzeichneten innerhalb von drei Tagen bis zu 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und sogar mehr“, informiert Klaus Niedertscheider, Leiter des Hydrographischen Diensts des Landes Tirol „Es gab regional freilich sehr große Unterschiede.“

So wurden etwa in Hinterhornbach bis Dienstag Mittag rund 158 Liter gemessen. Am Flughafen Innsbruck waren es nur 27 Liter. Überflutete Felder prägten unter anderem im Raum Reutte die Szenerie. Dafür sorgten nicht allein die großen Regenmengen, sondern ebenfalls die Schneedecke, die dahinschmolz.

Die Wassermassen machten sich zudem durch steigende Pegel in den Flüssen bemerkbar. „Die Situation entspricht einem ein- bis fünfjährlichen Hochwasser“, sagt Niedertscheider. „Da passiert aber nichts.“

Stadel abgerutscht
Mit dem Wiesenhang ins Rutschen geraten ist ein Feldstadel in Mieders im Stubaital. Außerdem machten Muren vorübergehende Straßensperren notwendig. So hat Montag Abend eine Mure die Gemeindestraße auf den Hattinger Berg verlegt. Dienstag Morgen waren die Brennerbundesstraße zwischen Innsbruck-Süd und Schönberg und vorsorglich die B171 zwischen Pians und Strengen gesperrt.

Skigebiete mussten wegen des Winds den Betrieb einstellen, umgestürzte Bäume kappen gestern Früh die Stromleitung in die Axamer Lizum und stoppten für einige Zeit die Lifte dort.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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