07.07.2010 12:49 |

Rede in New York

Queen bietet sich der UNO als Führungsorgan an

Die britische Königin Elizabeth II. hat sich bzw. den unter ihrem Vorsitz stehenden Commonwealth der UNO als Führungsorgan angeboten. Die als Nachfolger des British Empire gegründete Organisation repräsentiere immerhin zwei Milliarden Menschen. In ihrer Rede vor der UNO-Vollversammlung am Dienstag in New York nannte die Queen Terrorismus und Klimawandel als größte Probleme der Zukunft. "Jedes Land muss im Kampf gegen diese Sorgen Farbe bekennen", so die Monarchin.

Das Commonwealth, ein 1931 gegründeter loser Staatenbund aus 54 Ländern, umfasst vor allem frühere englische Kolonien, die mit dem Bund trotz ihrer Autonomie weiterhin an die britische Krone gebunden werden sollten. Die Queen ist in 16 dieser Länder (darunter Australien, Neuseeland und Kanada) noch immer Staatsoberhaupt und hat außerdem kraft ihres Amtes den Vorsitz in der Commonwealth-Führung inne.

"Commonwealth kann führen"
"Ich habe immer großen Respekt vor Menschen gehabt, die führen können. Die Welt braucht zur Lösung ihrer Probleme eine klare Führung. Das Commonwealth kann führen. Ich möchte der Welt anbieten, diese Möglichkeiten zu nutzen", sagte die Queen.

Die schwerste Führungsaufgabe sei es, den Frieden zu wahren. Da hätte die UNO seit ihrer Gründung 1945 Bedeutendes geleistet. "Die Vereinten Nationen haben in den vergangenen sechs Jahrzehnten die großen Herausforderungen der Erde angenommen. Oft waren sie dabei erfolgreich, aber die wichtigsten Punkte bleiben: die Wahrung des Friedens, die Beseitigung des Hungers und der Schutz der Freiheit aller Menschen."

Zweite Rede vor der UNO-Vollversammlung
Es war erst Königin Elizabeths zweite Rede vor den Vereinten Nationen. Zuvor hatte sie 1957, damals vor Vertretern aus 80 Nationen, das Wort ergriffen. Viele der heute 192 Mitglieder waren damals noch britische Kolonien und sind heute im Commonwealth.

"In den letzten 53 Jahren hat sich die UNO von einer edlen Idee zu einem tatsächlichen Faktor in der Weltpolitik entwickelt. In weiteren 53 Jahren mag man viele Entscheidungen von heute als falsch bewerten. Aber wichtig ist, dass wir zu jeder Zeit versuchen, das Richtige zu tun", sagte die 84 Jahre alte Monarchin.

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