Weiter unruhige Lage
Thailands Regierung verlängert den Ausnahmezustand
Ausland
06.07.2010 13:42
Knapp zwei Monate nach dem gewaltsamen Ende der Proteste in Thailand hat die Regierung den Ausnahmezustand in Bangkok und 18 Provinzen um drei Monate verlängert. Betroffen sind vor allem der Norden und Nordosten des Landes. Von dort kamen die meisten Demonstranten.
Die sogenannten Rothemden sind überwiegend Anhänger des 2006 gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra. Die Proteste gegen die Regierung dauerten zwei Monate. 90 Menschen kamen im April und Mai bei Ausschreitungen ums Leben. Das Militär beendete die Aktion schließlich mit Panzern und Tränengas.
In fünf Provinzen wurde der Ausnahmezustand am Dienstag aufgehoben, der Menschenansammlungen verbietet, Festnahmen ohne Haftbefehl bis zu 30 Tagen erlaubt und Sicherheitskräfte vor Anklagen wegen Machtmissbrauchs schützt. "Dort gibt es keine Bedrohung durch Rothemden mehr. Aber wenn es Ärger gibt, wird der Ausnahmezustand wieder verhängt", warnte ein Regierungssprecher.
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