24.01.2020 15:30 |

Polizei alarmiert

Geheime Tunnel an der Grenze

Den Wahlkampf kräftig angeheizt hat die Debatte um Asylzentren. Hinter den Kulissen bereitet Beamten ein Zustrom von Flüchtlingen immer mehr Kopfzerbrechen. Mehr als 600 wurden in wenigen Tagen in Ungarn gefasst. Viele davon seien illegal über eigene Tunnel unter der Grenze zu Serbien in die EU gekrochen, heißt es.

Die steigende Zahl an Aufgriffen im Burgenland seit Jahresbeginn treibt vielen Beamten und Politikern Sorgenfalten auf die Stirn. Fast 300 Migranten sind es schon jetzt. Von den ersten 200 Ankömmlingen wurden 30 abgeschoben. Der große Rest hatte um Asyl angesucht. Die meisten davon sind nach der ersten Registrierung in das Lager im niederösterreichischen Traiskirchen überstellt worden. Die nächste Meldung, die für Aufregung und Gesprächsstoff sorgt, ließ nicht lange auf sich warten: Ungarische Polizisten entdeckten an der Grenze zu Serbien eigens angelegte Tunnel, durch die Flüchtlinge illegal in die EU gelangt sind.

Über 600 Migranten wurden in nur einer Woche in unserem Nachbarland aufgegriffen. Dutzende Asylwerber waren direkt bei einem der unterirdischen Gänge ertappt worden. Zwei dieser Geheimrouten, bis zu mehr als 190 Meter lang, sollen sich in der Nähe der Großgemeinde Ásotthalom im Süden von Ungarn und der Ortschaft Csikéria befinden. „Das Passieren dieser einsturzgefährdeten Tunnel war gefährlich. Beide wurden zugeschüttet“, heißt es von den Behörden. Die Sorge um einen weiteren Zustrom von Flüchtlingen im Burgenland bleibt jedoch.

Karl Grammer & Christian Schulter, Kronen Zeitung

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