Transportschein

Fahrer wehren sich: Zank um Taxis vorm Spital

Der „Krone“-Bericht über eine 89-jährige Patientin, die trotz Transportscheins vor der Linzer Uniklinik kein Taxi bekam, regte viele auf. Nicht zuletzt die Taxler selbst, die sich nun wehren. Und auch Stadt-Politiker haben sich in die Diskussion eingeschaltet, fordern etwa eine Aufstockung der Transportschein-Verträge.

„90 Prozent der Einsteiger-Fahrten vorm MedCampus sind keine Krankentransporte“, begründet Chauffeurin Manuela Zeilinger, warum der Taxistand vorm Spital auch von vielen Kollegen angefahren wird, die keinen Vertrag mit der Gesundheitskasse haben und damit Transportscheine nicht abrechnen und damit solche Fahrten gar nicht annehmen können. Und ergänzt: „Im Spital hätte man für die Patientin auch ein Krankentransporttaxi bestellen können, statt die schwer gehfähige Frau zum Taxistand zu schicken.“

Aufstockung der Verträge gefordert
Der blaue Linzer Vize-Bürgermeister Markus Hein hat sich in die Diskussion eingeschaltet und drängt auf eine Aufstockung der Verträge zwischen Taxis und Gesundheitskasse. „Es muss außerdem sichergestellt werden, dass vorrangig Lenker, die bereit sind, Transportscheine anzunehmen, die Stellplätze vor Spitälern nutzen“, verlangt Hein. Der Wunsch nach mehr Verträgen trifft bei Robert Riedl von der Abteilung der Wirtschaftskammer OÖ auf offene Ohren, doch Einschränkung oder Vorschriften, welcher Taxler wo seht, sind nicht umsetzbar.

Kritik an Abrechnung beim Sammelfahrten
Das Geschäft mit Krankentransporten ist vor allem bei Überlandfahrten laut der Standesvertretung der Taxler bedingt lukrativ. Denn wenn ein Unternehmer mehrere Patienten „einsammelt“ und gemeinsam zum Spital bringt, dann könne er nur eine Fahrt abrechnen: „Hier wäre eine Staffelung der Tarife – etwa für den zweiten Patienten 30 Prozent – wünschenswert.“

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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