21.01.2020 12:05 |

Feuer in Unterkunft

Holzhaus in Sibirien ausgebrannt: Elf Arbeiter tot

In der Nacht auf Dienstag ist in einem entlegenen sibirischen Dorf nahe der Stadt Tomsk ein verheerender Brand in einem Holzhaus ausgebrochen. Laut Behörden waren in dem Haus ausländische Arbeiter untergebracht, mindestens elf Menschen kamen bei dem Feuer ums Leben. 

Wie es zu dem Brand am frühen Morgen in dem einstöckigen Haus kommen konnte, ist aktuell noch unklar. Von dem 200 Quadratmeter großen Gebäude ist nichts mehr übrig. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte das Gebäude bereits lichterloh. Die Behörden teilten am Dienstagvormittag mit, dass elf Leichen in den Trümmern gefunden wurden, zehn davon stammten aus Usbekistan. Demnach sei „die Baracke ungeeignet für die Unterbringung von Menschen“ gewesen. Nur zwei Bewohner sind den Flammen unverletzt entkommen.

Fenster waren vergittert
Zudem waren die Fenster vergittert. Der Gouverneur ordnete Sicherheitsprüfungen auf ähnlichen Werksgeländen ein und kündigte an, dass der Schuldige bestraft wird. Eine Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung wurde eingeleitet. 

Fünf Tote durch kochend heißes Wasser
Doch das ist nicht die einzige Schreckensmeldung aus Russland: In einer Herberge in Perm starben am Montag mindestens fünf Personen. Grund dafür war ein Bruch der Heißwasserleitung mitten in der Nacht. Kochend heißes Wasser überflutete die in einem Keller gelegene Herberge. Neben den fünf Todesopfern wurden mindestens drei weitere Personen mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus behandelt.

Am Montag wurde außerdem bekannt, dass vier Familien immer noch in einem vereisten Wohnheim in der sibirischen Stadt Irkutsk leben. Nach einem Rohrbruch vor wenigen Wochen sind sogar die Stiegenhäuser mit Eis überzogen. Noch können die Bewohner ihre Wohnungen notdürftig heizen, wie lange das noch möglich ist, ist aber ungewiss.

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