20.01.2020 11:01 |

Heizungsrohre geplatzt

Eishölle: In diesem Wohnblock leben vier Familien

Ein Wohnblock in der sibirischen Stadt Irkutsk ist völlig vereist, nachdem in dem mehrstöckigen Gebäude im Dezember Heizungsrohre geplatzt waren. Temperaturen von bis zu minus 19 Grad Celsius haben Fassade und auch das Innere des Hauses mit dickem Eis überzogen, trotzdem müssen dort noch immer Familien ausharren.

Der Rohrbruch ereignete sich bereits vor mehreren Wochen, seither befindet sich das Gebäude, das Wohnheim einer ehemaligen Kaserne, in diesem erbärmlichen Zustand. Stiegenhäuser sind mit Eis überzogen, in den Fluren könnte man Schlittschuh laufen, von der Decke hängen bedrohlich lange Eiszapfen.

„SOS“-Schriftzug an Fenster
Dennoch leben noch immer vier Familien in dem Wohnheim einer ehemaligen Kaserne. Sie können ihre Wohnungen noch notdürftig beheizen, fürchten aber, dass der Frost auch in ihre Räumlichkeiten vordringt. An einem Fenster ist sogar der Schriftzug „SOS“ zu sehen ...

Stadtverwaltung verweigert Instandsetzung
Dass hier überhaupt noch Menschen ausharren, liegt an den Behörden. Diese versuchen, jeweils die Zuständigkeiten von sich zu wälzen. Die Stadtverwaltung verweigert die Instandsetzung, bis die Kompetenzen geklärt sind. Die Bewohner haben sich bereits an den Kreml gewandt, warten aber immer noch auf Antwort aus Moskau.

Perm: Fünf Tote durch heißes Wasser
Während in Irkutsk den Menschen das Eis existenzielle Probleme bereitet, sind in der Stadt Perm am Montag mindestens fünf Personen gestorben, weil in einer Herberge eine gesamte Etage mit siedendem Wasser überflutet wurde. Der Grund für das Unglück war auch hier ein Rohrbruch. Einen ähnlich qualvollen Tod starb Ende November in Russland auch ein Autofahrer, der in ein Loch mit heißem Wasser stürzte.

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