Kommandoantritt
Petraeus pocht auf Einigkeit von Militär und Politik
Petraeus ist der Nachfolger von General Stanley McChrystal, der vorige Woche wegen despektierlicher Äußerungen über Politiker in einem Magazinartikel seines Postens enthoben worden war. US-Botschafter Karl Eikenberry, dessen Verhältnis zu McChrystal eher unterkühlt war, trat gemeinsam mit Petraeus auf, nannte ihn einen guten Freund und hieß ihn in der Botschaft rund um die Uhr willkommen.
McChrystal war über einen Beitrag im Musikmagazin "Rolling Stone" gestolpert, in dem abfällige Bemerkungen des Generals und seiner Mitarbeiter über US-Regierungsvertreter wiedergegeben wurden (ausführlicher Bericht in der Infobox).
Interviews müssen künftig abgesegnet werden
Verteidigungsminister Robert Gates erließ am Freitag die Anweisung, dass ranghohe Offiziere ab sofort Interviews und andere Medienkontakte im Voraus mit dem Pentagon absprechen müssen. Er wolle, dass das Militär für die Medien so weit wie möglich zugänglich sei, schrieb Gates in seinem Memo. Er sei aber darüber besorgt, dass die Generäle im Umgang mit der Presse "zu lax" geworden seien. Ministeriumssprecher Geoff Morell erklärte, der Schritt sei schon länger geplant gewesen und keine Reaktion auf McChrystals Äußerungen.
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