Globe Air gefordert

Klimabewusstsein kostete Hörschingern sogar Kunden

Mehr Flüge als im Jahr davor, allein im Dezember in London und Umgebung besonders hoch im Kurs gewesen - „wir glauben, dass das mit dem Brexit zu tun hat“, sagt Bernhard Fragner, Geschäftsführer der Globe Air. Der EU-Austritt der Briten und das gestiegene Klimabewusstsein fordert die Privatfluglinie aus Hörsching.

20 Citation-Mustang-Jets gehören zur Flotte von Globe Air, bei der 152 Mitarbeiter beschäftigt sind. Ein paar Beschäftigte verlor die Privatfluglinie in den letzten Monaten. „Wir hatten Mitarbeiter in unserer Werft in England, die keine europäische Lizenz annehmen wollten. Mit Ende Jänner schließen wir den Instandhaltungsstandort, bauen Linz dafür stärker aus“, verrät Geschäftsführer Bernhard Fragner. Auch zwei Piloten strichen aufgrund des Brexits die Segel bei den Hörschingern. Der EU-Austritt der Briten wird weitere Folgen für die Hörschinger haben. „Wir verlieren den Verkehr innerhalb Englands“, so der 47-Jährige.

Bäume werden gepflanzt
Ob Greta Thunberg und die Fridays-for-Future-Bewegung Folgen auf das Geschäft bei Globe Air haben, nachdem Flugreisen in die Kritik gekommen sind? Fragner nickt: „Wir haben ein paar Kunden verloren und wir wissen auch von einigen, die sich daheim vor ihren Kindern rechtfertigen müssen.“ Die Fluglinie wird bald Kunden anbieten, dass sie CO2-reduzierte Flüge durchführen können. Für einen Flug können auf Wunsch dann 80 Bäume gepflanzt werden - in der Schweiz, in Deutschland und Südtirol. „Das kann man sich sogar mit seiner Familie anschauen, wenn man will“, so Fragner.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Freitag, 21. Februar 2020
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