02.07.2010 17:53 |

Frecher Deal

Betrüger "verkauft" Ritz-Hotel in London für eine Mio. Pfund

Ein arbeitsloser Lastwagenfahrer hat Geschäftsleuten eine Million britische Pfund abgeluchst, indem er ihnen das Londoner Ritz-Hotel "verkaufte". In Wirklichkeit gehörte ihm nicht ein einziges Teeservice aus dem berühmten Luxushotel am Piccadilly. Für den "ehrgeizigen Betrug" wurde er am Freitag von einem Gericht in London schuldig gesprochen. Das Strafmaß steht noch aus.

Der 49-jährige Anthony Lee (Bild) hatte zwei Kaufinteressenten davon überzeugt, dass er mit den zurückgezogen lebenden Besitzern des Hotels befreundet sei und Verhandlungsvollmacht besitze.

Eine Million Pfund als Vorschuss
Das Traditionshaus sei weit unter dem aktuellen Wert von 660 Millionen Pfund für nur 250 Millionen Pfund zu haben, versprach er Terence Collins und Marcel Boerkhoorn. Als Vorschuss erbat er eine Million Pfund (1,2 Millionen Euro) von den beiden Interessenten, die er tatsächlich auch bekam. "Als die Verhandlungen voranschritten, zog Lee seine Opfer mit falschen Versprechungen immer weiter hinein und frustrierte sie mit unnötigen Anfragen, bis es ihm gelang, eine Million Pfund von ihnen zu erhalten", erklärte der Ankläger Anuja Dhir nun vor Gericht.

Die Geldgeber des Käufers gingen im Anschluss schon durchs Hotel und erörterten Umbauten, so sicher waren sie sich ihrer Sache. Als der Betrüger aber versuchte, noch mehr Geld herauszuschlagen, flog der Schwindel auf.

"Nichts als Fantasie"
"Der Deal, der zu gut klang, um wahr zu sein, war nichts als reine Fantasie", erklärte Dhir. Das Gericht sprach Lee nun für den Betrug schuldig, zwei mutmaßlichen Komplizen konnte die Anklage nichts nachweisen.

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