Bereits im Jänner 2009 war unter dem Namen des Ehepaares die erste Bestellung beim Versand eines Elektronikkonzerns in Graz verbucht worden. Bald darauf langte die Ware an der Wohnadresse der Familie im Bezirk Güssing ein.
"Wir haben uns zwar gewundert, weil ein Paket nahe unserer Haustür stand. Da wir aber nichts bestellt hatten, ließen wir es einfach dort", erklärt der Mann. Er dachte, es handle sich um einen Irrtum: "Wir haben der Sache keine große Bedeutung mehr beigemessen. Zumal das Paket weg war, als wir abends von der Arbeit heimgekommen sind." Doch bei der Elektronikfirma langten weitere Bestellungen unter dem Namen der Familie ein.
"Plötzlich sahen wir uns mit dem Vorwurf des gewerbsmäßigen Betruges konfrontiert", so die Verdächtigen entsetzt. Erst jetzt können sie erleichtert aufatmen. Nach 16 Monaten stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein.
von Karl Grammer und Christian Schulter, Kronen Zeitung
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