Gewagtes Experiment
Ukraines Präsident kaufte online Koks: “So leicht ist das”
Das umstrittene Experiment mit dem Namen "Kontrollierter Ankauf" rief Empörung bei der Opposition hervor. Sie wies darauf hin, dass auch ein Präsident gegen Gesetze verstoße, wenn er Drogen kaufe.
Es sei außerdem eine Binsenweisheit, dass Waren jeder Art leicht im Internet zu haben sind. Dies müsse keiner am Beispiel Drogen demonstrieren, kommentierten Medien am Freitag. In der Ukraine stehen auf Drogenkauf bis zu zehn Jahre Haft.
Janukowitsch stellt Behördenarbeit infrage
Das Rauschgift sei nach der öffentlichen Demonstration umgehend verbrannt worden, entgegnete die Präsidialverwaltung in Kiew. "Ich wollte zeigen, wie leicht man in der Ukraine an die Drogen kommt", wird Janukowitsch von seiner Pressestelle zitiert.
Die Sicherheitsbehörden müssten deutlich mehr tun, "um gegen das vor allem unter Minderjährigen verbreitete Übel" vorzugehen. Wenn sich im Internet ein "ganzes Sortiment an Drogen" bestellen lasse, müsse die Frage gestellt werden, ob die Behörden - einschließlich Staatsanwaltschaft - ihre Arbeit machten, meinte Janukowitsch.
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