23.12.2019 07:45 |

Weltnaturerbe bedroht

Schiffsunfall: Diesel gefährdet Galapagosinseln

Nach einem Unfall beim Beladen eines Schiffes bedroht austretender Dieselkraftstoff das Weltnaturerbe Galapagosinseln. Ecuador hat den Notstand ausgerufen. Der Galapagos-Nationalpark twitterte, es würden Schutzbarrieren errichtet und ölabsorbierende Mittel eingesetzt. Auf dem Schiff seien ungefähr 2500 Liter Dieselkraftstoff gelagert gewesen.

Der ecuadorianische Umweltminister Raul Ledesma Huerta teilte am Sonntag auf Twitter mit, die Regierung habe Sofortmaßnahmen ergriffen, um das Umweltrisiko zu vermindern und das Problem einzudämmen, das durch den Untergang des Schiffes entstanden sei.

Schiff nach Unfall beim Beladen gesunken
Das Schiff sank am Sonntag an einem kleinen Pier vor der Insel San Cristobal. Zuvor war ein Kran beim Verladen eines Containers zusammengebrochen und dieser auf das Schiff gestürzt (siehe Video oben), wie die Zeitung „El Comercio“ berichtete. Die Besatzungsmitglieder konnten sich ins Meer retten, eine Person wurde verletzt.

Inselgruppe seit 1978 UNESCO-Weltnaturerbe
Die Galapagosinseln zählen wegen ihrer besonderen Flora und Fauna seit 1978 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der Archipel mit seinen rund 130 Inseln gehört politisch zum etwa 1000 Kilometer entfernten Ecuador.

Zu den nur dort vorkommenden Arten zählen auch Meerechsen, Landleguane (Bild oben) und Galapagosfinken. 1835 besuchte der Naturforscher Charles Darwin die Inseln. Seine Theorie von der Entstehung der Arten erhielt dort viele Denkanstöße.

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