"Ein Triebwerksausfall ist ein extrem seltener Einzelfall", sagt Lazar. Durch das Simulatortraining (mindestens zwei Mal pro Jahr jeweils vier Stunden) ist jeder Pilot aber auf diese Situation vorbereitet. "Im Cockpit entsteht deshalb kein Stress oder gar Angst. Dann hätte man den Beruf verfehlt. Als Pilot konzentriert man sich darauf, die vorgesehene Checkliste abzuarbeiten. Je nach Fehlermeldungen wird die Leistung des Triebwerks reduziert oder es wird zur Gänze abgestellt", erklärt der Flugbetriebsleiter.
Trotz reduzierter Leistung (etwa das Steigvermögen) sei ein Triebwerk zum Fliegen völlig ausreichend.
Der Zwischenfall vom Sonntag ereignete sich unmittelbar nach dem Start etwa 300 Meter über dem Boden. Ungeschminkt informierte der Pilot die 47 Kroatien-Urlauber über Bordlautsprecher. "Die Triebwerksabstellung wurde mitgeteilt, ebenso dass nun die Checkliste abgearbeitet und dann zum Flughafen zurückgekehrt werde", so Lazar.
"Alles richtig gelaufen"
In einer Sitzung besprachen am Montag Flughafen-Direktor Reinhold Falch, Branddirektor Erwin Reichel, Flughafen-Feuerwehr und Tower-Verantwortliche den Vorfall. Natürlich ging es dabei um die Frage, ob der Großalarm - wie von der AUA kritisiert - "übertrieben" war. Klares und kurzes Fazit: Das Procedere ist richtig abgelaufen, man werde bei derartigen Fällen auch in Zukunft so handeln.
Auch die Politik verteidigte den Einsatz: Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Feuerwehrreferent Christoph Kaufmann: "Die Sicherheit und der Schutz der Bevölkerung haben für uns oberste Priorität."
von Andreas Moser, Tiroler Krone
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