Regen und Kälte

Leere Gastgärten bringen Wirte im Land zum Weinen

Oberösterreich
20.06.2010 11:44
Das Wetter ist zum Weinen – und damit auch die heurige Gastgarten-Saison. Eigentlich sollten sich die Wirte über die Liberalisierung der Auflagen für Schanigärten freuen. Doch was nützt es, wenn die Gäste ausbleiben? Findige Gastronomen haben Schlupflöcher: "Denn das Gastgartengeschäft ist eine einzige Katastrophe!"

Damit spricht Hotelier Wolfgang Gröller aus Traunkirchen vielen seiner Kollegen aus der Seele. "Die Freiluft-Saison ist schlicht nicht existent, uns fehlt, wenn man so sagen will, die Butter aufs Brot." Während er zumindest im Catering, Seminar- und Urlaubsbereich gut gebucht ist, liegen bei Andrea Sturmberger in ihrer Kirchdorfer Konditorei wärmende Decken für die Kunden bereit. Die Arbeit bleibt dennoch gleich: "Wir erzeugen weniger Eis, dafür mehr Torten."

Keine Auslastung
Heimo Krammer vom Café Amber auf der Linzer Blumau verkauft ebenfalls höchstens zwei Portionen Eis am Tag. "Aber das Wetter kann man halt nicht ändern." Bei Robin Peter im Café Marlon am Welser Stadtplatz sitzen am Samstag gerade mal zehn Leute im Gastgarten – 100 bis 150 hätten Platz. Die Mitarbeiter müssen trotzdem da sein.

Für Sonntag ist wettermäßig der Tiefpunkt prophezeit. Dann geht's durchwachsen weiter, aber es wird wenigstens wärmer.

Kronen Zeitung

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