Vier Verletzte

Nachbarn löschten noch rechtzeitig Wohnungsbrand

Drei aufmerksame Nachbarn haben in der Nacht auf Sonntag den Brand in einer Wohnung eines Mehrparteienhauses in Vöcklabruck gelöscht, noch bevor die Feuerwehr am Einsatzort eintraf. Die 79-jährige Mieterin hatte zuvor selbst erfolglos Löschversuche gestartet und sich dabei schwer verletzt. Die Frau sowie die drei beherzt eingreifenden Nachbarn wurden verletzt ins Spital gebracht.

Auslöser für das Feuer waren brennende Kerzen auf dem Wohnzimmertisch, die einen Sessel in Brand setzten. Die Pensionistin versuchte noch selbst mit Wasser die Flammen zu löschen. Es gelang ihr aber nicht. Sie rutschte auf dem Löschwasser, das sich auf dem Boden ausgebreitet hatte, aus und verletzte sich schwer am Bein. Anschließend flüchtete sie aus der Wohnung ins Stiegenhaus und rief um Hilfe.

Mit Wasserkübeln gelöscht
Drei Nachbarn, zwei Syrer und ein Staatenloser im Alter von 22, 23 und 25 Jahren, hörten die Hilferufe und setzten die Löschmaßnahmen mit mehreren Kübeln Wasser fort. Es gelang ihnen schließlich die Flammen noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte zu löschen. Anschließend versuchten die drei noch, in der mittlerweile völlig verrauchten Wohnung die Katze der Frau zu retten. Sie fanden das Tier aber nicht. Die Feuerwehr brachte die Katze schließlich unverletzt ins Freie.

Ausbreiten der Flammen verhindert
Die schwer verletzte Frau sowie die drei Männer wurden in das LKH Vöcklabruck gebracht. Die drei hatten bei den Löscharbeiten eine Rauchgasvergiftung erlitten und konnten das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen. Nur durch das rasche und beherzte Eingreifen der Männer wurde laut Polizei ein Ausbreiten der Flammen und ein mögliches Übergreifen auf andere Wohnungen verhindert. Die Höhe des Schadens ist derzeit noch unbekannt. Die Wohnung der 79-Jährigen ist nicht bewohnbar.

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