Tröten made in China
Vuvuzela-Boom macht Chinas Fabrikanten reich
In der Spielzeughersteller-Hochburg Chenghai in der südlichen Provinz Guangdong leisteten die Mitarbeiter Überstunden, um mit mehreren Millionen Vuvuzelas der riesigen Nachfrage in Südafrika gerecht zu werden. Allein der Plastikhersteller Jiying verkaufte in den ersten vier Monaten dieses Jahres bereits mehr als eine Million Vuvuzelas. Das Geschäft laufe weiter gut, sagte Firmenchef Wu Yijun der chinesischen Zeitung "Global Times".
"Wir haben vor, 300.000 bis 500.000 mehr bis zum Ende der Weltmeisterschaft herzustellen." Jiying produziert 37 verschiedene Modelle der Plastiktröten, die im Großhandel rund zwei Yuan (0,24 Euro) pro Stück kosten. Das Vuvuzela-Fieber hat mittlerweile auch die Chinesen erfasst. Seit Mai seien 150.000 Bestellungen aus dem Inland eingegangen, sagte Wu. Er rechnet für dieses Jahr mit einem Anstieg des gesamten Vuvuzela-Verkaufs seiner Firma um 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Natur-Vuvuzelas aus Südafrika
In Südafrika selbst werden die Plastiktröten nicht produziert, obwohl dies für die Zeit der WM unter Umständen sogar ein Geschäftsmodell hätte sein können. Örtliche Vereine in Südafrika haben auf die China-Importe vor der WM immerhin mit einer Natur-Vuvuzela aus einer speziellen Algenpflanze, deren hohle Stämme sich zu Tröten verarbeiten lassen, reagiert. In den Stadien machen diese Modelle freilich nur einen verschwindend kleinen Anteil aus.
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