16.06.2010 11:48 |

Wegen mieser Quoten

Gerüchte über Aus für "Larry King Live" - CNN dementiert

Talkshow-Veteran Larry King droht wegen sinkender Einschaltquoten womöglich das vorzeitige Bildschirm-Aus. Der US-Fernsehsender CNN wolle den 76-jährigen Moderator gegen den 45-jährigen Engländer Piers Morgan austauschen, berichteten Zeitungen in Großbritannien und den USA am Dienstag.

Nach Angaben der Londoner "Daily Mail" war Morgan gar am Montagabend zur Vertragsunterzeichnung nach New York geflogen. CNN wies die Informationen über Kings Aus aber als "unwahr" zurück.

"Wie kaum anders zu erwarten, gibt es keinen Mangel an Kandidaten, die Larry King ablösen würden, falls und wenn er aussteigt", zitierte die "Los Angeles Times" eine CNN-Sprecherin. "Aber Gerüchte, wonach wir nahe dran sind, einen Vertrag über seine Nachfolge zu unterzeichnen, sind unwahr." King moderiert seit 25 Jahren die Talkshow "Larry King Live" bei CNN, zuletzt hatten sich die Einschaltquoten aber fast halbiert.

CNN teilte weiter mit, der Sender suche derzeit eine Nachfolgerin für die Nachrichtenmoderatorin Campbell Brown, die kürzlich ihren Abschied vom Sender angekündigt hatte. Gleichzeitig werde ein neues Konzept für Browns abendliches Programm zur Hauptsendezeit entwickelt.

Einer der ganz großen TV-Stars
Der 76-jährige King gilt als einer der großen Fernsehstars der USA. Vor seinem Mikrofon saßen Berühmtheiten wie Ronald Reagan, Bill Clinton, Frank Sinatra, Marlon Brando und Jennifer Lopez. Er war mit sieben Frauen verheiratet. Im April reichten er und seine 26 Jahre jüngere Frau Shawn Southwick gleichzeitig die Scheidung ein. Später erklärte das Paar, das zwei junge Söhne hat, es sei in Therapie und versuche, die Ehe zu retten.

Der Engländer Morgan war früher Chefredakteur der Boulevardblätter "Daily Mirror" und "News of the World". Zuletzt trat er als Juror in britischen und amerikanischen Talenteshows auf. Für die neue Talkshow soll Morgan den Berichten zufolge umgerechnet fünf bis zwölf Millionen Euro für drei Jahre bekommen. King bekam umgerechnet sechs Millionen Euro jährlich, wie aus Branchenkreisen verlautet.

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