Spektakulärer Coup
Taliban zerstören in Pakistan 140 NATO-Fahrzeuge
Sie entkamen mit zwei Autos und auf Motorrädern. Sieben Fahrer wurden erschossen oder kamen in den Flammen um. Feuerwehren brauchten Stunden, um den Großbrand unter Kontrolle zu bringen. Bei einem Gefecht zwischen pakistanischen Regierungstruppen und Rebellen in der Stammesregion Orakzai wurden nach Angaben der Behörden sechs Soldaten und 40 Aufständische getötet.
Es war das erste Mal, dass mutmaßliche Taliban-Kämpfer einen NATO-Konvoi in unmittelbarer Nähe von Islamabad angegriffen haben. Bisher wurden Überfälle überwiegend im Nordwesten des Landes verübt. Die Route von der südlichen Hafenmetropole Karachi durch Zentralpakistan zum Grenzübergang am Khyber-Pass ist mit 75 Prozent aller Lieferungen die wichtigste Nachschubverbindung für die internationalen Truppen in Afghanistan. In den vergangenen zwei Jahren kam es immer wieder zu Überfällen von Extremisten auf die Versorgungsrouten.
Auch Angriff auf einheimische Sicherheitskräfte
Im Stammesgebiet Mohmand an der pakistanisch-afghanischen Grenze griffen unterdessen Aufständische einen Posten der Sicherheitskräfte an. Nach Angaben aus Geheimdienstkreisen kamen bei dem Feuergefecht zwei pakistanische Regierungssoldaten und sechs Angreifer ums Leben. Bereits am Vortag waren in der Region sechs Soldaten bei einem Taliban-Überfall getötet worden. Die halbautonomen Stammesgebiete gelten als islamistische Hochburgen.
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