Kaczynski-Absturz
Kreditkarten der Opfer gestohlen: Soldaten angeklagt
Laut Wladimir Markin, dem Sprecher der Ermittlungsbehörde in Moskau, will sich Russland offiziell bei Polen entschuldigen und den Schaden ersetzen. Bei den Beschuldigten seien drei Kreditkarten gefunden worden, eine vierte Karte sei vom Bankautomaten einbehalten worden, sagte der Behördensprecher. Zuvor hatte das russische Innenministerium entsprechende Vorwürfe aus Polen vehement dementiert und als "zynisch" zurückgewiesen.
Nach polnischen Angaben hatten die vier Luftwaffensoldaten Geld vom Konto eines polnischen Delegationsmitglieds abgehoben. Insgesamt habe es elf illegale Transfers gegeben.
Polen erbost über "Ausrauben der Opfer"
Die national-konservative Opposition in Warschau forderte Ministerpräsident Donald Tusk auf, das Parlament über das "Ausrauben der Opfer" zu informieren. Die Parlamentsfraktion der Partei Recht und Gerechtigkeit PiS stellte einen entsprechenden Antrag im Sejm. PiS hatte wiederholt ihr Misstrauen gegenüber den russischen Ermittlern geäußert und die Übernahme des Verfahrens durch die polnische Staatsanwaltschaft gefordert.
96 Tote bei Smolensk-Drama
Bei dem Absturz nahe der westrussischen Stadt Smolensk waren am 10. April Präsident Lech Kaczynski sowie seine Frau Maria und 94 ranghohe polnische Politiker, Militärs und Geistliche ums Leben gekommen.
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