04.11.2019 07:16 |

Überstunden reduzieren

Weniger Streifen: Spardruck bei Kärntner Polizei

Die Sparmaßnahmen des Bundes wirken sich auch auf die Kärntner Polizei zunehmend negativ aus. Weil Überstunden gekürzt werden müssen, sind viele Dienststellen - wie in Völkermarkt - bereits am Limit. Aber auch in anderen Bezirken könnte die Situation kritisch werden. In Klagenfurt wurden die Streifen reduziert.

„Das Überstunden-Problem gibt es flächendeckend in ganz Kärnten. Manche Bezirke sind aber besonders betroffen“, schildert Polizei-Gewerkschafter Bruno Kelz. So wurden sowohl in der Landeshauptstadt als auch in Sankt Veit bereits Streifendienste reduziert.

Der Grund ist ein Sparappell des Innenministeriums, der zu Jahresbeginn ausgegeben wurde - demnach müssen insgesamt 20 Prozent der Überstunden eingespart werden.

„In Kärnten wurde der Prozentsatz von der Landespolizeidirektion dann aber auf zwölf Prozent gesenkt“, erläutert Kelz. Trotzdem sind viele Kärntner Dienststellen, wie beispielsweise im Bezirk Völkermarkt, am Limit. Einige Inspektionen haben sich aus Spargründen tagsüber bereits von der Doppelbesetzung bei Streifendiensten verabschiedet.

Kelz: „In der Polizeiinspektion St. Kanzian sind zum Beispiel bei einem Sollstand von 14 Beamten nur etwa sieben verfügbar. Trotzdem erhielten sie für die heurige Sommersaison keine Verstärkung in Form von Dienstzuteilungen. Dadurch wurden die sogenannten MDL-Punkte für Mehrdienstleistungen weit überschritten.“

Zeitausgleich für Überstunden
Inwieweit sich der Sparkurs weiterhin auswirken wird, steht noch nicht fest. Obwohl: Überstunden sollen in weiterer Folge natürlich geleistet werden können, diese würden dann aber mit Zeitausgleich abgegolten werden, heißt es. Prekär könnte die Situation jedoch an Feiertagen in der bevorstehenden Weihnachtszeit werden. Personalvertreter sehen die Aufrechterhaltung der sicherheitspolizeilichen Grundversorgung in Gefahr. Verhandlungen werden somit wohl unausweichlich sein.

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