Es war ein kurzes, dumpfes Krachen, das einige Bewohner der ersten Häuser in Huben aus dem Schlaf riss. Und die anschließende Ruhe war unheimlich. Am Sonntag um 3.13 Uhr früh ging die Meldung bei der Polizei ein: Auto in der Ötztaler Ache!
"Als wir eintrafen, sahen wir nur Spuren", erzählt Feuerwehr-Chef Johann Schöpf. Doch 200 Meter flussabwärts ragten die Räder eines Alfa 156 aus der Ache. Ein Seil wurde über den reißenden Bach gespannt, und "dann hantelte sich ein Mann zum Auto. Er sicherte es und wir zogen es heraus", erzählt Schöpf. Wenig später wurde Gewissheit, was bereits während der aufwändigen Arbeiten die Runde machte. "Ja, es war einer von uns, und noch dazu der Sohn meines besten Kollegen", kämpft Schöpf mit seiner Stimme.
Benedikt M. war nach einer Feier mit Freunden gegen 3 Uhr früh plötzlich aufgebrochen. Er fuhr taleinwärts Richtung Sölden und kam in Huben von der Straße ab. Der junge Mann, der in einem Sportgeschäft in Sölden arbeitete und seit kurzem im dritten Zug der Feuerwehr war, hatte keine Überlebenschance.
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