Es ist ein Konkurrenzkampf, wie er im Buche steht – im Stasi-Handbuch. Zentis klagte Darbo. Zentis-Labors hätten herausgefunden, dass in Darbo-Produkten illegale Schadstoffe zu finden seien. Der Slogan "darbo naturrein" sollte unterlassen werden. Gleichzeitig zweifelte man das traditionelle Rezept der Stanser Firma an. Darbo sieht dem Prozess gelassen entgegen. Die Deutschen beschränken ihre Seitenhiebe aber nicht nur auf den Gerichtssaal.
So wurde die "Krone" von einem Schweizer Journalisten, der in engem Kontakt zu den Klägern steht, gebeten, eine "Skandal-Story" (so dessen Worte) zu drucken.
Die Unterlagen schickte er. Ein Skandal war darin objektiv nicht zu erkennen. Auf Recherchen gehen die Zentis-Juristen nicht ein. Sie ließen der "Krone" nur unvollständige Klageschriften zukommen. Zentis hat Darbo nun ein Schreiben übermittelt, in dem man aufgefordert wird, auf den Etiketten von Darbo "Delikatess Powidl" den Hinweis "vorsichtig erwärmt und gerührt" zu unterlassen. "Rufschädigung", ortet nun Darbo.
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.